Himmel un Äd (vegan)

Himmel un Äd (vegan)

Das monatliche Foodblog-Event „All you need is...", organisiert von Stephanie Kosten, geht in die vierte Runde. Im April dreht sich alles um die Heimatküche und damit regionale Spezialitäten. Wir sind beide gebürtig aus NRW und haben uns deshalb für etwas aus Köln, Heikos Geburtsstadt, entschieden: Himmel un Äd („Himmel und Erde").

Übertragen sind das Äpfel (von den Bäumen am Himmel gepflückt) und Kartoffeln (aus der Erde gezogen) vereint mit Blutwurst, Speck und Zwiebeln. Natürlich ist viel der traditionellen Hausmannskost im Ursprung nicht vegan. Doch das hindert uns nicht daran, Himmel un Äd nun neu zu interpretieren - inklusive einer Grillvariante für schönes Wetter und wärmere Tage.

 

Zutaten (für 2-3 Portionen)

 

5 mittelgroße Kartoffeln (mehlig kochend)

2 Kochäpfel (z.B. Boskoop, Gravensteiner, Cox Orange oder Elstar)

1 große Zwiebel

100 g Räuchertofu

1/2 Hanfling Chorizo (oder anderer Fleischersatz)

4 EL Albaöl oder Alsan (pflanzliche Margarine) 

Salz, Pfeffer, Kräuter (Petersilie)

 

 

Zubereitung

 

Die Kartoffeln und Äpfel schälen und in kleine Stücke schneiden. Beides zusammen in einen Kochtopf mit Salzwasser geben und 20 Minuten kochen lassen.

 

Währenddessen die Zwiebel schälen und in Ringe, den Räuchertofu in kleine Streifen und den Hanfling in Scheiben schneiden. 

 

In einer Pfanne mit jeweils 1 EL Albaöl die Hanfling-Scheiben, den Räuchertofu und die Zwiebelringe separat und hintereinander kross/gold-braun anbraten. Die jeweils angebratenen Zutaten auf einen Teller geben und ggf. im Ofen warm halten.

 

Nach der fertigen Kochzeit das Salzwasser der Kartoffeln und Äpfel abgießen und selbige auf Tellern verteilen. Nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen. Anschließend die Zwiebelringe und den Räuchertofu mit dem restlichen Öl darüber geben. Die Hanflinge hinzugeben, das ganze Gericht mit Petersilie dekorieren und sofort servieren.

 

Himmel un Äd (vegan)

 

Anmerkungen/Tipps:

 

Natürlich lassen sich Stückgröße und Konsistenz der Kartoffeln und Äpfel variieren. In vielen Rezepten ist von Kartoffelpüree und Apfelmus die Rede, Wir haben das Kochbuch „Köstliches aus der alten, rheinländische Küche" zurate gezogen und uns an die eher stückigere, traditionellere Art gehalten.

 

 

Die Grillvariation

 

Für eine sommerlichere und sehr moderne Interpretation gibt es natürlich auch die Möglichkeit Himmel un Äd am Spieß zu genießen, den man wunderbar grillen (oder ggf. in einer Auflaufform und im Backofen zubereiten) kann.

 

 

Die Zutaten für 3 Spieße

 

6 Drilling Kartoffeln (kleine, festkochende Kartoffeln)

1/2 Kochapfel

3 kleine Zwiebeln

75 g Räuchertofu

1/2 Hanfling Chorizo

 

 

Zubereitung

 

Die Kartoffeln mit Schale in Salzwasser für ca. 15 Minuten kochen bis sie gar sind. (Die Schale bleibt dran, damit sie auf dem Grill anbrennen kann, um dann vor dem Essen entfernt zu werden).

 

Die Zwiebeln im Backofen bei 160 Grad Celsius 30 Minuten in der Schale schmoren. (Für die Ofen-Variante: Die Zwiebeln geschält in mittelgroße Stücke schneiden und roh auf den Spieß geben)

 

Die Äpfel, den Räuchertofu und Hanfling in dicke Streifen schneiden und roh belassen.

 

Nun alle Zutaten abwechselnd auf Spieße geben, dabei die Zwiebeln ebenfalls in ihrer Schale lassen und erst nach dem Grillen entfernen. (So brennt nur die Schale, aber nicht das Innere an).

 

Die Spieße auf den Grill geben und regelmäßig wenden bis alles gold-braun geworden ist oder bei 160 Grad Celsius in einer Auflaufform 20 Minuten backen. Vor dem Verspeisen die Zwiebel- und Kartoffelschalen entfernen und mit Saucen nach Wahl servieren.

 


 

Viele, weitere spannende Gerichte aus der Region - nicht nur NRWs - könnt ihr auf folgenden Blogs nachlesen:

 

 

Kleiner Kuriositätenladen - Hamburger Pannfisch

 

Langsam kocht besser - Westfälische Kaffeetafel mit Stuten & Schwarzbrot

 

Kartoffelwerkstatt - Selbstgemachter Bibiliskäs mit Wurstsalat und Brägele

 

Küchenmomente - Westfälische Herrencreme mit Eierlikör

 

Gernekochen - Weggen/Emsländischer Rosinenstuten

 

ZimtkeksundApfeltarte - Weltbester hessischer Schmandkuchen nach dem Familienrezept von Babba

 

ninamanie - Fränkischer Sauerbraten

 

fräulein glücklich - Was ist Heimat? {Zillertaler Krapfen}

 

Ina Is(s)t - Hessischer Kartoffelsalat mit Brühe und Schmand

 

Foodistas - Westfälische Götterspeise

 

kohlenpottgourmet - Dicke Bohnen Eintopf

 

Naschen mit der Erdbeerqueen - Grünkernbratlinge

 

Ye Olde Kitchen - Schwäbischer Hefezopf

 

Küchenlatein - Ofenkater - Birnen-Speck-Auflauf

 

Die Jungs kochen und backen - Brüchermühler Kartoffelpuffert

 

Patrick Rosenthal - Rhöner Weckbraten

 

Kleines Kuliversum - Kniddlen - luxemburgische Mehlklöße mit Vinaigrette

 

zimtkringel - Leberspätzle

 

Volkermampft - Großmutters Paprikahuhn - Soulfood für die letzten kalten Tage

 

Küchenliebelei - Grüner Kuchen

 

Labsalliebe - Dugh - Persisches Nationalgetraenk mit selbst gemachtem Joghurt 

 

Brotwein - Wurstsalat bayrisch mit Essig-Öl-Dressing

 

Linal’s Backhimmel - Bayrisches Schmalzgebäck - Auszogne

 

Lebkuchennest - Huckelkuchen

 

 

Uns interessiert ja, welches Gericht ist typisch für eure Heimat? Hinterlasst uns die Antwort doch gerne in einem Kommentar.

 

 

[daniela & heiko]

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Kommentare: 13
  • #1

    Martina (Sonntag, 14 April 2019 09:17)

    Also, als vegane Variante finde ich das super lecker! Tolle Idee!
    Liebste Grüße von Martina

  • #2

    Daniela Wick (Sonntag, 14 April 2019 10:40)

    Himmel & Erde ein tolles Gericht welches ich ebenfalls aus meiner Heimat kenne. Die Regionalen Unterschiede liegen dann im Detail. Liebe Grüße Dani

  • #3

    Ulrike (Sonntag, 14 April 2019 11:05)

    Ich habe lange Zeit unter einem Blutwurst-Trauma gelitten, da kommt mir deine pflanzliche Variante gerade recht. Sehr köstlich

  • #4

    Susan (Sonntag, 14 April 2019 11:52)

    Eine köstliche Variante in Vegan.

    Liebe Grüße

    Susan

  • #5

    Simone (Sonntag, 14 April 2019 12:14)

    Die vegane Variante finde ich wirklich spannend! Danke fürs Rezept!
    Grüßle
    Simone

  • #6

    Ina (Sonntag, 14 April 2019 13:57)

    diese Gericht steht schon so lange auf meiner To-Do Liste aber ich habe es noch nie probiert. Die vegane Variante klingt auch nicht schlecht.

    Viele Grüße
    Ina

  • #7

    Tina von Küchenmomente (Sonntag, 14 April 2019 14:05)

    Himmel und Erde - auch bei uns im Münsterland bekannt und beliebt. Da ich es ja nicht mit der Blutwurst habe, finde ich eure Interpretation super.
    Liebe Grüße
    Tina

  • #8

    Gabi (Sonntag, 14 April 2019 17:48)

    Genau - Blutwurst braucht kein Mensch ;-) Sieht superlecker aus...

  • #9

    Marie-Louise (Sonntag, 14 April 2019 17:55)

    Ohja, Himmel und Erde ist auch hier in Nordhessen sehr beliebt und ich mag es super gerne. Ich finde aber auch immer Neuinterpretationen solcher bekannten Rezepte gut und finde Eure vegane Fassung sehr ansprechend! Das würde ich sofort probieren!

    Ganz liebe Grüße
    Marie-Louise

  • #10

    Julia von Naschen mit der Erdbeerqueen (Sonntag, 14 April 2019 20:43)

    Jaaa, das Rezept kenne ich auch aus dem Münsterland und finde es super lecker. Und mit Räuchertofu kann ich es mir auch sehr gut vorstellen.
    Danke für das tolle Rezept!

    Liebe Grüße
    Juli, die Erdbeerqueen

  • #11

    Steph (Montag, 15 April 2019 09:32)

    Ha, endlich mal eine Himmel-und-Äd-Variante, die ich auch mögen würde!

  • #12

    Stephie (Montag, 15 April 2019 10:19)

    Das klingt so gut, dass garantiert auch einge"fleischte" Blutwurstesser nicht nein sagen würden ! Und die Grillvariation finde ich grandios !

    Ganz lieben Gruß
    Stephie

  • #13

    Caroline | Linal's Backhimmel (Samstag, 20 April 2019 16:29)

    Schon so oft gehört, aber noch nie gegessen. Lieben Dank für dein tolles Rezept!
    Liebe Grüße
    Caroline