Chillmahl

Heute geht es mal nicht um ein Restaurant in Hamburg, das wir besucht haben, sondern um einen ganz besonderen Lieferdienst, der das Restaurantessen nach Hause bringt: Chillmahl. Einige kennen den Namen vielleicht noch aus der Startnext-Kampagne - ab heute ist es endlich soweit, dass hier (über die Beta-Version der Seite) leckeres Essen bestellt werden kann. Vorerst mit der Lieferung am Freitag (perfekt, um den Abend nach dem Essen ganz individuell zu genießen und gut gesättigt ins Wochenende zu starten) und der Bestellung donnerstags. 


Wir durften drei Gänge der vorgegebenen Speisekarte testen und haben uns bei allen drei Gängen für eine vegane Speise entschieden (bei jedem Gang war als Auswahl mindestens eine Speise vegan verfügbar):


Vorspeise:

Kartoffel-Radieschen-Suppe mit Bergbohnenkraut (6.90 Euro)


Hauptgericht:

Bio-Seitan in Kräuterkruste auf Zitronenpolenta (11.90 Euro)


Nachspeise:

Hamburger Grießschnitte mit Zwetschgenröster (6.90 Euro)


 

Die Gerichte wurden in umweltfreundlichen Verpackungen geliefert (Schale = 100% Zuckerrohr; Deckel = recyceltes PET), die gleichzeitig auch für den Ofen oder die Mikrowelle geeignet sind, um die abgekühlten Speisen (via Cook- & Chillverfahren, so dass die Nährstoffe der Speisen erhalten bleiben; gleichzeitig ist dieses Verfahren auch Namensgeber des Unternehmens) wieder aufzuwärmen.

 

Da wir keine Mikrowelle besitzen, haben wir die Suppe im Topf, die Hauptspeise und den Nachtisch im Ofen erhitzt (die Papierschüssel ist nach dem Erhitzen problemlos anfassbar).

Wir sind dabei den Zubereitungsangaben der Chillmahl hauseigenen Essensbanderolen gefolgt, was hervorragend funktioniert hat.



Geschmacklich hat uns die Hauptspeise am besten gefallen. Gefolgt von der Suppe (die ein bisschen frisch gemahlenen Pfeffer verträgt und, falls vorhanden, 1-2 Tropfen Hanf-/Avokadoöl). Das Schlusslicht war leider das Dessert. Die Grießschnitte überzeugte uns beide nicht 100% - gefehlt hat uns ein bisschen intensiverer Geschmack, sei es z.B. durch mehr Vanille, Tonkabohnen oder Mandel oder alternativ die Soße ergänzt durch Portwein oder Cognac.

 

Dennoch tut das dem Gesamturteil keinen Abbruch und uns gefällt die Idee von Chillmahl sehr gut. Das Verfahren funktioniert super, die Möhren der Hauptspeise z.B. waren noch knackig trotz Vorkochen des Kochs, Transport und Nachgaren im Ofen.

 


Derzeit sind alle gekochten Speisen, die Chillmahl anbietet, von Frank Brüdigam, der u.a. schon für Lady Di und im Londoner Kensington Park Hotel als Koch tätig war. Inzwischen besitzt er ein Restaurant in Hamburg Eppendorf, das wir sicherlich nach diesem geschmacklichen Erlebnis heute bei Gelegenheit auch mal testen werden.Die Abendkarte bietet allerdings deutlich teurere Gerichte an als die Auswahl bei Chillmahl, so dass man auch hier sagen kann:

Das Preis-/Leistungsverhältnis des neuen Lieferdienstes Chillmahl ist mehr als fair und fast sogar schon preiswert im Vergleich zum Pizza-Service gegenüber: Das 3-Gänge-Menü kostet 25.70 Euro (plus 3.90 Euro Liefergebühr) - ein nicht zu unterbietender Preis für gleichwertige Speisen im Restaurant.

 

Uns hat auch die Idee, das Essen selbst aufzuwärmen sehr überzeugt; man muss nicht direkt essen, wenn es angeliefert wird (vielleicht telefonierte man gerade noch, stand unter der Dusche o.ä.), die Speisen halten sich prima auch noch einen Tag im Kühlschrank und durch die besondere Auswahl der Chillmahl-Köche erhält man ein ausgefallenes Essen, das es so nur im Restaurant gäbe.


Zu zweit sind wir von dem 3-Gänge-Menü übrigens perfekt satt geworden. Bei einer Bestellung für einen Single-Haushalt wäre sicherlich eine Hauptspeise und eine Vor- oder Nachspeise empfehlenswert.

 

Wir freuen uns über das weitere Angebot von Chillmahl und die saisonal wechselnden Gerichte. Wir werden sicherlich auch wieder bei Chillmahl bestellen - sei es für einen romantischen Abend zu zweit oder an einem Abend mit Freunden, an dem alle etwas anderes essen wollen und keiner Lust hat zu kochen.

 

 

[daniela & heiko]


Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Regina Kleist (Freitag, 04 September 2015 18:38)

    Hallo, mußtet ihr als Tester etwas zahlen? Den Abschnitt mit dem Sattwerden hab ich nicht verstanden. Seid ihr zu zweit von je einem Gericht satt geworden - habt ihr euch also jedes einzelne Gericht geteilt und es war genug für Zwei? LG Gina