Montagsfrage: Gibt es Autoren, die du lieber im Original liest?

 

Nina hat wieder eine Montagsfrage für uns. Dieses Mal: Gibt es Autoren, die du lieber im Original liest?

Es gibt einige Autoren, die ich sehr gerne im Original lese. Aus ganz unterschiedlichen Gründen. Ich nehme hier exemplarisch zwei Gründe.

 

1. Wunderschöne Sprachmelodie

 

Patrick Rothfuss - Der Name des Windes (und folgende)

 

Patrick Rothfuss schreibt so unbeschreiblich poetisch und formt Sätze, die von einer formvollendeten Sprachmelodie nur so strotzen. Das ganze Buch macht einfach Spaß zu lesen. Man gleitet förmlich durch die Seiten und hat Musik in den Ohren.

 

Die deutschen Übersetzungen sind ebenfalls ausgezeichnet. Es wurde hier sehr viel Arbeit darauf verwendet, die Poesie in den Worten auch beizubehalten. Ich kann hier also sehr empfehlen, beide Versionen zu lesen.

 

 

2. Fetzig im Englischen, abstrus im Deutschen

 

Jim Butcher - Dresden Files (die komplette Serie)

 

Harry Dresdens Fälle spielen in der Jetztzeit und das zu verwendende Vokabular in der Mischung Technik und altbackene Mystik klingt im Deutschen so unglaublich albern, so banal und hirnrissig, dass ich kaum über die ersten Seiten hinausgekommen bin.

Das englische Original hingegen reißt einen von den ersten Zeilen an mit. Es ist packend und überhaupt nicht albern geschrieben und es passt einfach jedes Detail in der englischen Sprache. Etwas, was den Übersetzern in keinem einzigen der Bücher gelungen ist. Da liegen zwischen der Wirkung des englischen und des deutschen Textes tatsächlich ganze Welten.

 

 

[heiko]

 

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